Der Kameraden- und Soldatenverein Lützelburg wurde am 7. Mai 1922 gegründet. Die folgenden Abschnitte fassen zusammen, was aus der Vereinsgeschichte überliefert ist — von der ersten Fahnenweihe 1923 bis zur Benennung des Vereinsmarsches im Jahr 2015.
Fahnenweihe am 21. Mai 1923
Die Weihe der Fahne erfolgte durch H. H. Pfarrer Alfons Wiedemann.
Festkomitee

Das Festkomitee setzte sich wie folgt zusammen:
Vorstandschaft: Johann Rößle, Xaver Ruf, Johann Schuster, Josef Thoma
Ausschussmitglieder: Leonhard Klein, Johann Lang, Georg Brunner, Johann Thoma
Fahnenjungfrauen: Kreszenz Scheyer, Viktoria Steidle, Ottilie Kapfer
Trauerjungfrauen: Kreszenz Uhl, Pepi Mayer, Theres Maier
Fähnriche: Georg Jung, Johann Thoma, Ludwig Wörle

Nach der Gründung im Jahre 1922 wurde 1933 die Vereinstätigkeit durch Beschluss zur Gleichschaltung der Vereine von den Nationalsozialisten eingestellt und die Fahne eingezogen. Die Kameraden aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg hatten also nur 11 Jahre Vereinstätigkeit, in denen aber bereits von einer Teilnahme an „vielen Fahnenweihen und Ortsfesten“ berichtet wurde. Eine davon war z. B. 1924 die Soldatenwallfahrt nach Altötting, dem noch heute zentralen Ort der BKV, der Bayerischen Kameraden- und Soldaten-Vereinigung e. V., Plößberg.
Die Veteranen aus dem Ersten Weltkrieg beschafften eine besondere Fahne, die sie bis zu deren Einzug durch die Nationalsozialisten stolz mit sich trugen und die sie bei den Jahresfeiern zur Erinnerung an die Gefallenen und Vermissten zum „Guten Kameraden“ vor ihrer Erinnerungstafel senkten. Diese Tafel befindet sich auch heute noch im Eingangsbereich unserer Kirche. Gegenüberliegend befindet sich das Kriegerdenkmal von 1963. Direkt an der Kirche befindet sich die Gedenktafel der Gefallenen und Vermissten von 1805 bis 1813.



Fahnenweihe am 28. April 1968
Am 4. Januar 1968 wurde die Vereinsfahne dem Kloster St. Ursula in Augsburg zur Renovierung übergeben. Das Fahnentuch wurde mit neuen Stickereien versehen und die Jahreszahl 1939 – 1945 eingestickt. Nach der Renovierung wurde die Fahne am Fest des Hl. Georg im Rahmen des Festgottesdienstes zu Ehren des Kirchenpatrons St. Georg durch den Ortsgeistlichen H. H. Pfarrer Lampart geweiht.

Nach dem Gottesdienst und dem Totengedenken am Kriegerdenkmal ging es zur Feier in den Festsaal des Gasthofes „Rößle“.

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Kriegs-Chronik 1914 – 1918 des Veteranen- und Kriegervereins Lützelburg
1924 ließ die Vorstandschaft des damaligen Veteranen- und Kriegervereins Lützelburg eine Kriegs-Chronik anfertigen, auf der alle am 1. Weltkrieg beteiligten Soldaten der Pfarrei St. Georg in Lützelburg/Bayern aufgeführt sind und die Schlachten und Gefechte, an denen sie beteiligt waren.
Das Bild befindet sich im Vereinszimmer des Kameraden- und Soldatenvereins Lützelburg und kann dort besichtigt werden.

Kriegsteilnehmer 1939 bis 1945
Ehren-Buch des Kameraden- und Soldatenvereins Lützelburg
Das Ehren-Buch ist Teil der Chronik des Vereins. Es enthält die Namen der Kriegsteilnehmer des 1. Weltkrieges der Gemeinde Lützelburg sowie Fotos von Kriegsereignissen und Presseberichte aus dieser Zeit. Aber auch Informationen zu Kriegsteilnehmern am 2. Weltkrieg sind enthalten.
Der Markomannen-Marsch
Jeder Verein hat seine Fahne — der KSV Lützelburg hat außerdem seinen eigenen Marsch. Georg Fürst schrieb ihn 1929; seither begleitet er den Verein bei Umzügen und Festzügen. Zum Trio gehört ein Text, in dem auch der heilige Georg vorkommt, der Patron unserer Pfarrkirche.
Die Veröffentlichung auf der Homepage des Kameraden- und Soldatenvereins Lützelburg erfolgt, um diese Chronik der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Von der im Buch in Texten und Gedichten glorifizierenden Darstellung von Krieg, Tod und Heldentum, wie sie in der Zeit unserer Vorväter in dieser Form üblich war, nimmt unser Verein selbstverständlich Abstand.


